Alterndes Streuobst

Ohne fachgerechte Pflege werden die Streuobstbestände in Mecklenburg-Vorpommern voraussichtlich in den nächsten 20 bis 30 Jahren verschwinden. Die bestehenden Streuobstwiesen sind durch fehlenden oder falsch durchgeführten Baumschnitt oft „vergreist“. Schwere Schäden am Stamm, verursacht durch unsachgemäßes Mähen der Wiesen oder Tierfraß, führen zum Absterben des Baumes.

Über Jahrzehnte gewachsenen Obstbäume auf Streuobstwiesen sind zu einem festen Teil der Landschaft und zum Lebensraum vieler Organismen geworden. Die ökologische Bedeutung einer Streuobstwiese steigt mit zunehmendem Alter, da immer mehr Arten der Pflanzen- und Tierwelt in und auf ihr Einzug halten und sich deren Systemleistungen wie etwa Bestäubung durch Bienen und andere Insekten oder Filterfunktionen im Boden und dem darin enthaltenen Wasser erhöhen.

   

Erhalten hat Vorrang

Der Erhalt von Streuobstbeständen hat genau deshalb für uns höchste Priorität. Für diesen Erhalt erfolgen im Rahmen des Streuobstgenussscheins behutsame Pflegeschnitte an alten Bäumen unter fachgerechter Anleitung.

Sukzessive werden auf den Streuobstwiesen Jungbäume nachgepflanzt, um den Ort als Kulturlandschaft zu erhalten.

Durch das Entwickeln der Streuobstwiese hin zu Biotopen mit vielen Arten, Sorten und Altern verbesssern sich die Biodiversität und andere Ökosystemleistungen.