Definierter Standard

Mit dem Streuobstgenussschein wird ein ökologisches Wertpapier angeboten, dessen Schwerpunkte auf dem Erhalt der Streuobstbestände und der Neuanlage von Streuobstwiesen in Mecklenburg-Vorpommern liegen.

Der Streuobstgenussschein-Standard

  1. Streuobstgenussscheine sind eindeutig, jeder Genussschein hat eine individuelle Kennnummer, ein Doppelverkauf ist ausgeschlossen.

  2. Streuobstgenussscheine sind transparent, wir geben jederzeit Auskunft über die aktuellen Förderprojekte. Alle Projektstandorte sind in einer Solidargemeinschaft vernetzte Umsetzer der Idee des Streuobstgenussscheins.

  3. Streuobstgenussscheine sind vertrauenswürdig, die mit dem Verkauf des Genussscheins unterstützten Streuobstwiesen sind hinsichtlich ihrer Lage und Größe bekannt und erlebbar.

  4. Das Konzept des Streuobstgenussscheins basiert auf realistischen Annahmen, die für jeden nachvollziehbar veröffentlicht sind (www.streuobstgenussschein.de). Die Anlage und/ oder die Pflege der Streuobstwiesen erfolgt fachmännisch und ist auf dauerhaften Erhalt angelegt.

  5. Streuobstgenussscheine sind (finanziell) zusätzlich, d. h. erst der Verkauf der Streuobstgenussscheine ermöglicht die Anlage bzw. die dauerhafte Pflege und damit den Erhalt der Streuobstwiesen. Eine Finanzierung gesetzlich vorgeschriebener Anlagen, etwa im Bereich von Ausgleichsmaßnahmen, ist ausgeschlossen. Ebenso ausgeschlossen sind sog. Mischfinanzierungen, d. h. die Ergänzung öffentlicher Fördermittel durch Einnahmen aus dem Genussscheinverkauf.

  6. Durch den Genussschein finanzierte Streuobstwiesen sind auf Dauer angelegt (Permanenz). Grundlage ist eine entsprechende vertragliche Regelung, die auch Sanktionen (Rückzahlungen, Ausgleichspflanzungen usw.) bei Nichteinhaltung festlegt. Zunächst fördern wir mit den Einnahmen ausgewählte Projekte für 10 Jahre. Ziel ist, diese Unterstützungsdauer durch die Einnahmen weiterer Verkäufe deutlich zu verlängern.

  7. Durch den Genussscheinverkauf finanzierte Streuobstwiesen sind nachhaltig und erbringen neben der Verbesserung der biologischen Vielfalt verschiedenste direkte Ökosystemleistungen (Wasserqualität, Klimaschutz, Verbesserung des Mikroklimas, u. a.), sowie indirekte Ökosystemleistungen (etwa als Lebensraum für Bienen, die Bestäubungsleistungen über die Streuobstwiese hinaus erbringen).

  8. Der Streuobstgenussschein versteht sich auch als Impulsgeber für eine nachhaltige Regionalentwicklung, etwa in den Bereichen Produktveredelung, Profilierung außerschulischer Bildungsstandorte, nachhaltiger Tourismus u. a..